Wuzi- was??? Vermutlich gehörst du auch zu den 99,9 % Derjenigen, die noch nie von diesem Gackl namens Wuzi gehört haben. Deswegen sei dir gesagt: Nimm dich in Acht, denn den Wuzigackl gibt es in bayerischen Wäldern und vermutlich frisst er Kinder. Hier kommen Infos über ein Fabeltier, das nicht mal Google kennt.

Wuzigackl gibt es nicht bei Google

Es ist ein paar Jahre her, als ich das letzte Mal an den Wuzigackl gedacht habe. Damals hatte ich einem Freund aus Köln in Zusammenhang mit dem Film „Trollhunter“ vom Wuzigackl erzählt.
Um die Existenz des Wuzigackls zu belegen, habe ich alle denkbaren Schreibweisen bei Google eingeben. Wutzi mit T, ohne T, Gackel mit E ohne E. Das Ergebnis: NICHTS. Einfach nichts. PUNKT.
Ein richtiges Mysterium, als hätte der Wuzigackl selbst dafür Sorge getragen, dass er auch in den Suchergebnissen bei Google ein Mysterium bleibt.
Und wie das nun mal bei allen Dingen dieser Welt so ist: Was Google nicht kennt, gibt es auch nicht. Und daran ließ sich bis heute nichts rütteln. Bis heute. Denn heute ist der Tag, an dem die ganze Welt vom Wuzigackl erfahren soll. Wer er ist, was er macht und vor allem, warum er mich immer noch verfolgt.

Der Wuzigackl — Omas Gruselkumpel

Der Wuzigackl ist in Ostbayern zu Hause. Besser gesagt, in der nördlichen Oberpfalz, nahe der tschechischen Grenze. Dort lebt er im Wald und lässt sich immer dann kurz Blicken, wenn irgendwo ein Erziehungsberechtigter mit dem Blag nicht mehr weiter weiß. Und so kommt es vor, dass die Großmutter in letzter Instanz mit dem Wuzigackl droht. Das klingt dann etwa so:

„Sa brav etz, sunst kummt da Wuzigackl!“

„Scheiße, aber was dann? „, fragt man sich, wenn man drei Jahre alt ist. Niemand hat ihn jemals gesehen, weil schon alleine die Androhung seines Erscheinens jedes Kind verstummen lässt. Und weil ihn niemals jemand gesehen hat, gibt es Gerüchte um seine Gestalt, die aus kindlichen Fantasien entsprungen sind.

Das haarige Monster aus dem Wald

Von den Omas wissen wir: der Wuzigackl lebt im Wald — und zwar in JEDEM! Das macht die Sache so richtig fies. In der nördlichen Oberpfalz ist es so ländlich, dass man beim Blick aus dem Fenster direkt einen Wald vor der Nase hat. Egal wo. Wenn Oma also ihren Gruselfreund wiedermal erwähnt und man nicht sofort brav ist, könnte er schon direkt hinter dem nächsten Baum hervorspringen. Er ist also allzeit bereit und könnte binnen Sekunden schon an deine Türe hämmern.

Er ist schnell und kann sich gut tarnen.

Aber wie erkennt man, dass es der Wuzigackl ist, der da vor der Haustüre steht? Wie sieht er aus, der Wuzigackl? Diese Frage ist etwas schwieriger zu beantworten, denn niemand hat ihn jemals gesehen. Oder hat ihn vielleicht sogar jemand mal gesehen, aber nicht mehr die Gelegenheit, der Welt von seinem Aussehen zu erzählen? Was geschieht mit denen, die ihn mal gesehen haben? Fragen über Fragen. Bekannt ist, dass das dunkle Wesen im Wald lebt und sich auch dem Leben im Wald angepasst hat. Eine Art Yeti, haarig, mit Klauen, aber etwas kleiner. Denn er ist schnell und kann sich gut tarnen. Schaut man hinein in den dunklen Wald sieht er dich, aber niemals siehst du ihn.

Dies und mehr sind die Gründe, warum mich der Wuzigackel über so viele Jahre hinweg beschäftigt hat. Das Gute: Dank diesem Beitrag ist er nun auch bei Google kein Unbekannter mehr! Ich habe also dem Wuzigackl ein Schnippchen geschlagen. Jetzt hab ich nur Angst, dass es schon sehr bald klopft…

Achja: solltest du ihm jemals begegnen, dann mach schnell ein Foto und informiere mich direkt! Ich setze ein Kopfgeld aus. Melde dich jederzeit mit Infos!

Categories: Hörensagen

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